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Galerie3D RenderingsTriumph des Todes 2

Triumph des Todes 2
von Polygonist
3D Renderings
Triumph des Todes 2



Nach Triumph des Todes 1 hier die 2008 Version an der ich 1100 Stunden gerendert habe. Jetzt wird natürlich ein vernünftiger 3d Artist fragen. Wie kann das denn sein ? Hast du denn deinen Workflow nicht im Griff ?
Ich sag dann, Ambient Occlussion und Displacement Mapping mit einigen hundert Objekten.
Dies ist eine High Res Version, damit mann auch was sehen kann. Es sich zur Not auch runterlädt und sich auf den Desktop klemmt.
12.05.2008 19:35
Triumph des Todes 2
von Polygonist
Software: Cinema 4d, Photoshop,Polygonismus
Schlüsselwörter: triumph., tod,, brueghel,, bosch,
Bewertung:   9.00 (7 Stimmen)
Bildaufrufe: 2064
Downloads: 23
3000 x 933 Pixel, 720.8 KB


JackFrost
12.05.2008 21:24

TOP
  
consumo ergo sum
Magus
12.05.2008 23:27

Polygonismus?
  
Respekt von der Detailarbeit und dem Aufwand, den so viele Figuren usw. mit sich bringen. Doch obwohl ich keiner der von Dir 'angeprangerten' Polygon-Perfektionisten bin, kann ich mich mit Deiner 'Polygonismus'-Philosophie nicht wirklich anfreunden, sorry. Das ist aber vermutlich Geschmacksache.

Auf Deiner Website hast Du im Übrigen einige Arbeiten ausgestellt, die mir deutlich besser gefallen als die hier, weil ich sie viel atmosphärischer und individueller finde. Für den von Dir verfolgten, künstlerischen Anspruch erscheinen mir einige der Figuren auf diesem Pic zu (ungewollt?) steril und sehen mir sehr nach Charakteren der ganz alten 3D-Schule aus. Besonders die Skelette wirken auf mich ein bisschen so, als hättest Du dafür ein bereits fertiges Modell verwendet. Korrigier' mich bitte, wenn ich damit falsch liegen sollte. Für so ein Arrangement braucht es meiner Meinung nach - besonders im Bildvordergrund - unbedingt ein bisschen eigenes Charakter-Design, um dem Ganzen eine eigene Note zu verleihen.

Und was die von Dir angegebene Renderzeit angeht: Klar, dass so was dauert - aber warum renderst Du denn nicht auf unterschiedlichen Layers bzw. bildest Du aus Figuren und Objekten keine Gruppen mit eigenem Objektkanal, die Du dann voneinander unabhängig renderst? Das würde sicher einiges an Rechenzeit bzw. Nerven schonen. Oder hab' ich was falsch verstanden bzw. übersehen? Zugegeben: Ein Pic mit so vielen individuellen Figuren hab' ich noch nie gerendert, aber vermutlich würde ich dabei besonders im Hintergrund bös' tricksen.
Polygonist
13.05.2008 09:40

renderzeit
  
Hallo Magus,

danke für die fundierten Anmerkungen. Ich hab es zumindest in "Tiles" gerendert so dass die Renderzeit natürlich so nicht im Ganzen stattgefunden hat. Also waren es genau 25 Einzelbilder aus denen das Bild sich zusammensetzt. Objektkanäle hat es natürlich auch gegeben. Allerdings nur zur Nachbearbeitung.

Ich sehe den Stil der ganz alten 3d Schule nicht als besser oder schlechter an als den der neueren 3d Schule. Für mich bedeutet gerade die Low Poly Schiene die Möglichkeit
1. solche Massen-Szenen zu gestalten
2. eine besondere Form der Abstrahierung daraus zu gewinnen

Ich denke daraus entwickelt sich gerade eine eigene Note. Zeig mir Vergleichbareres !
Was nicht heissen soll das "Vergleichbareres" unbedingt für "Besseres" im Sinne von Gefallen stehen muß
reel
13.05.2008 10:17

geschmackssache
  
ja ich denke, dein low-poygon-style ist tatsächlich ein bisschen geschmackssache, ich persönlich finde ihn super und bin absolut der meinung, dass du da einen sehr eigenen stil gefunden hast. ich habe zwar selber relativ wenig selbst in 3d gemacht, habe in den letzten jahren, auch wegen meiner tätigkeit als admin von augensound, viele 3d-künstler und ihre arbeiten (nicht nur augensound user) kennengelernt und ähnliches noch nicht gesehen. zumidest ist mir nichts im gedächtnis geblieben.
Polygonist
13.05.2008 11:07

-
  
Hallo Pascal,

Du hast recht. Es ist mir selbst klar das der Stil gewöhnungsbedürftig ist, weil unsere Sichtweise fast schon nichts anderes mehr zulässt. Zumindest die Sichtweise bzw. Sehgewohnheit im 3d Design Bereich /Illsustration etc.
Im Kunstbereich fragt da sowieso selten einer nach wie es gemacht wurde, deshalb finde ich es ja interessant hier bei Augensound auszustellen, was ich eher ein wenig dsignorientierter finde als anderswo (ausnahme devianart)
Was die Philosophie betrifft kann ich vielleicht konkretisieren das für mich das Ergebniss absolut vorrangig ist, der weg dahin eher zweitrangig. Das ist im 3d Bereich schon schwierig weil eben doch sehr technikorientiert und einer bestimmten Disziplimn unterworfen (Texturen müßen nach bestimmten korrekten Koordinaten auf dem Objekt sitzen, oder Objekte müßen smooth/galtt auf den Oberflächen sein )
Für mich, sorry, absoluter Schwachsinn.
Der einzige der das uns so vorgibt das das so zu sein hat, ist die Industrie (game/werbung/film....mit ganz wenigen ausnahmen)
Das Ergebnis ist meistens dann eine gewisse Konformität im Aussehen. Zwar sieht man immer eine große technische Finesse und handwerklich absolut ausgereifte Arbeiten ( meats meier, stahlberg, blanche etc.), aber größtenteils untereinander austauschbar.

Deshalb auch nochmal zu Magus Meinung. Ich kann deine Herangehensweise verstehen. Als Charakter Designer muß du auch so vorgehen. Ich sehe mich deshalb auch weniger als 3d Artist, als schon mehr als Künstler der eine Aussage transportieren möchte und Relevanz erzeugen will.

Zusammengefasst geht es mir auch weniger ums "Gefallen" als mehr ums "Erkennen" bzw. Wiedererkennen.

Vielleicht eine Diskussion die ich mal bei gegebenr Zeit ins Forum stelle.
Würde mich mal interessieren wie so die meisten 3d Designer darüber denken.
Magus
13.05.2008 14:21

Klar...
  
... natürlich ist das eine Frage der Herangehensweise... und letztlich (wie ich ja auch bereits erwähnte) Geschmacksache.

Natürlich ist mir bei meinen Charakter-Designs Individualität auch extrem wichig - und auch ich habe lange daran gebastelt, meinen Zeichenstil möglichst 1:1 in den 3D-Editor zu übertragen und ihn dann über die Texturen mit einer weiteren eigenen Note zu versehen. Es ist völlig richtig, dass sich in dem Bereich zu viele Grafiker / Designer rumtreiben, deren Sachen nach 'typisch 3D' aussehen, die total austauschbar sind... da machen leider auch Spiele keine Ausnahme, besonders weil es all zu oft schlicht darum geht, die Wirklichkeit zu imitieren, also möglichst fotorealistisch zu sein. 3D-Toons und 3D-Comic-Figuren sind da eine schöne Alternative, um eben doch was eigenes zu gestalten. Aber bevor das funktioniert, muss man die Werkzeuge eben doch sehr präzise erlernen bzw. einsetzen... die Figur soll ja am Ende genau so aussehen, wie man es geplant hat.

Deinen künstlerischen Ansatz finde ich interessant, aber bei 3D drängen sich eben - schon allein aus der Betrachtung heraus - automatisch Fragen auf, die dem Betrachter eines gemalten Bildes nie in den Sinn kommen würden. Natürlich lassen sich in 3D auch stark künstlerisch geprägte Bilder umsetzen - aber ironischerweise muss man die vorher natürlich ganz genau planen, sonst geht's schief. Und genau diese Planung läuft dem einen oder anderen künstlerischen Ansatz natürlich völlig zuwider - klar.

Ein Forums-Thread zu dem Thema wäre sicher nicht uninteressant.
teriell
13.05.2008 17:55

ein gutes thema,...
  
...wie ich finde.
Was ich immer interessant finde ist, dass es bei vielen 3D-Leuten "nur" oder "vor allem" eine formale Auseinandersetzung in der Hinsicht gibt, möglichst naturalistisch einen auf dicke Hose zu machen (das gilt nicht für alle!! und ich möchte hier definitiv nicht verallgemeinern!!). Naturalistisch meint eben - super "realistische" Haare hinzubekommen (realistisch ist hier mal in Anführungszeichen, weil Realismus und Naturalismus zwei paar Schuhe sind) etc., Partikelsysteme auszureizen oder die Renderfarm auszulasten
Der Gegenentwurf (wie hier schon erwähnt wurde) liegt ja meist darin, auf naturalistische Darstellung hier und dort zu verzichten und z.B. ein comicartiges Universum zu entwerfen (wie bei den meisten einschlägigen Filmen der letzten Zeit, z.B. Drachenjäger etc., mit dem erklärten Ziel Phantasie steht im Vordergrund und nicht die Nachahmung "realistischer" Optik.
Das wären im Grunde nur zwei Interpretationen im Hinblick auf die Ziele der Darstellung. Recht wenig für die Menge der Optionen aller 3D-Artists. Eine stoffliche und formale Auseinandersetzung gibt es grundlegend in jeder künstlerischen Disziplin. Die Bildhauerei hat auch nicht nur David's hervorgebracht. Was diese Auseinandersetzung im 3D-Bereich betrifft, steckt vieles noch in den Kinderschuhen. Und zwar nicht gerade proportional zu den technischen Möglichkeiten. Vielleicht ist gerade die technische Affinität eine Bremse im Bezug auf die Möglichkeiten einer weiter und tiefer gehenden Auseinandersetzung. Man versucht eventuell immer die "neuesten" Optionen (zu einer gegeben Zeit) erst einmal auszuloten, ob es nun um Polygone, Subdivision, Nurbs, Mapping etc. geht... im Grunde gibt's immer (zumindest in den letzten 30 Jahren) den neuen feinen Algorithmus, der plötzlich auch in einem intuitiven Modelling-Tool oder beim Rendering zur Verfügung steht. Als z.B. Subdivision erstmals machbar war, hat Pixar direkt mit "Geri's Game" die Muskeln spielen lassen. Das ist, so glaube ich, eine große Verlockung für viele. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, den ich ganz interessant finde. Den Mitteln der immateriellen 3D-Repräsentation (also digital) fehlt zum Beispiel die Aura, die ein alter Ölschinken von Picasso besitzen würde. (Ich benutz den Begriff Aura jetzt mal ziemlich flach: ) Ein Print von ner 3D-Geschichte ist erstmal kein Original, sondern lediglich nur die Nachahmung des digitalen Originals, was selbst seinerseits wieder milliardenfach kopierbar wäre. Naja, was ich meine ist... dieser Umstand bedürfte im Grunde einer künstlersichen (und dementsrpechend formalen) Auseinandersetzung. Zum Beispiel in dem man entweder einen Weg findet, Originalität/Aura wieder herzustellen - hierbei muss es ein neuer Weg sein, oder indem man die Immaterialität und den Verlust von Aura abfeiert und in eine neue Denke überführt. Naja, usw.

Poly's Bilder und Philosophie finde ich sehr gut, da sie eine formale und sogar kunstgeschichtliche Auseinandersetzung beinhalten und den Versuch darstellen, die "Materiel 3D" weiter zu erfassen. Dass Bilder immer Geschmackssache sind, sollte wohl selbstverständlich sein. Und trotzdem ist das relativ unerheblich. Die Bilder von Warhol gefallen mir z.B. nicht besonders. Die Denke von Warhol finde ich grandios und überaus wichtig. In diesem Kontext sehe ich dann auch die Bilder, selbst wenn ich sie mir nicht über die Couch hängen würde, um mich daran kurzweilig zu ergötzen.

Naja, so far....
Wäre wohl wirklich was für's Forum. Grüße
UN-ART
13.05.2008 18:50

-
  
super Arbeit
Magus
13.05.2008 23:22

Wobei....
  
.... die Drachenjäger in 3D allerdings auch keine eigenständige Arbeit darstellen, sondern eben nur ein Nachbau der Zeichentrick-Serie... darum hätte ich mir hier auch einen klassischen Trickfilm anstelle von 'noch einer 3D-Nummer' gewünscht. So sehr ich die 3D-Grafik und ihre Möglichkeiten auch schätze, so sehr gehen mir die dauernd gleichen 3D-Kuscheltierfilme auf den Keks. Hier ist die Spiele-Branche doch etwas kreativer - Titel wie z.B. "Okami" für die PS2 (bzw. neuerdings auch Wii), aber auch ein "Jack & Daxter" sind sehr um Individualität bemüht.

Ein grundsätzliches Problem der 3D-Grafik ist z.B., dass man als 3D-Designer oft dazu verdammt wird, die Zeichnungen bzw. Skizzen eines anderen nachzubauen anstatt selber kreativ sein zu dürfen - womit dieses Verfahren, das eigentlich unglaublich viel Potenzial für Kreative birgt, wieder zur reinen, seelenlosen Technik degradiert wird. Aber das muss sie ja nicht sein. Klar: Die vielen technischen Aspekte haben oft zur Folge, dass wahrhaft kreative Menschen und tolle Illustratoren diese Hürde scheuen - und umgekehrt unkreative, stumpfe Techniker dazu reizen, langweilige Allerweltsbilder, den 1 Mio. Roboter, Raumschiffe, SF-Städte etc. zu basteln. Diese Ästhetik hat durchaus ihre Daseinsberechtigung - aber es fehlt ihr meist wirklich an Individualität, ja.

Aber however, ich schließe dann auch mal mit diesem Thema - ehe das Pic vom Polygonisten endgültig zum Behelfsforum degradiert wird.
Polygonist
14.05.2008 09:39

-
  
Mir fallen noch dutzende andere bemerkungen ein. Hätte aber auch kein problem dies bild hier zum behelfsforum zu degradieren.
Dank dir magus und euch erstmal für die fundierten kommentare.
Fande deine bemerkungen sehr interessant und würde es gerne in einen forenthema transportieren. Mir fällt aber noch nicht der passende übergang dazu ein.
gelöschtes Mitglied
23.07.2008 12:48

-
  
würd ich gern grösser sehn das bild!
saugut
c-a-p
01.11.2008 01:55

nerv
  
Du hast mein nerv getroffen, das bild hat vom erstem blick an meine Akzeptanz ! Es ist das was kommt, wenn nur alle daran glauben und sich das Szenario immer wieder vor Augen führen. Hach und "Deichkind`s - Luftbahn" erfüllt mich mit paradoxer Zufriedenheit. ^^
blackbär
15.12.2008 10:45

~~~~~
  
der absolute wahnsinn.....klasse!!!

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