Soeben traf die kleine Sphärenfliege Gerdlinde auf ihrem schon lang ersehnten Platz der Exkrementenverschleuderung ein. Für eine kurze Begutachtung einer möglichen Flugrichtung ihrer Ausscheidungen, hielt ihr kürzlich eingefangener Darminfekt keine Zeit mehr parat.
Sie versprühte ihre Exkremente weniger freiwillig in der Gegend.
Als natürlicher Abort dienen jedoch eigentlich die Trichterblätter der Kackorchideesette, die die verdauten Nahrungsreste aufnimmt um prächtige Blüten hervor zu bringen.
Ein umher schleichender Trompetenmaulwurm erfreute sich an den herabregnenden Exkrementen und fing sofort an, die warmen, rundlichen Tröpfchen einer sämigen Konsistenz mit seinem Maul einzufangen.
Der Kot bescherte ihm klebrige Lippen, so schleckte er ihn einfach mit der Zunge aus seinem zweiten Maul ab.Ein grüner Darmzottteriton machte sich über die Blätter und Blüten der Kackorchideesette her.
Seine rektalen Erzeugnisse bilden den Treibstoff unserer Sphärenfliegen. Diese schweben kurz über einem Haufen, nehmen das Methangas auf und leiten es zusammen mit der Luft aus ihren Lungen in eine Brennkammer (es gibt allerdings auch welche mit Turbinen), wo es entzündet wird und schlussendlich für das Vorankommen sorgt.
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22.10.2009 14:20
Methangas betriebene Sphärenfliege beim Abkotenvon
neoscona
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