Das habe ich vor einiger Zeit für einen Char-Contest gemacht ... habs ganz vergessen, na ja, jetzt krame ich es wieder raus um es mal mit Maxwell zu testen :-)
Da wollte ich vorher das Original zeigen.
Falls sich jemand für die Details interessiert:
Dieses Tierchen, allgemein als Krabelluder bekannt, ist die erwiesenermassen neuzeitliche, fleischgewordene Variante der althergebrachten Apokalypse. Es handelt sich um einen Allesfresser, der auch in seichten Gewässern auf Beutejagd geht, dabei wird über den langen Hals nach dem Schnorchelprinzip geatmet. Die kleinen Fangleisten am Kopf dienen vornehmlich dazu, flinke Fische, Vögel und Insektenbauten zu vertilgen, größere Beutestücke werden mit den Klauen oder dem Stachelschwanz erlegt und in die Hauptfressvorrichtung im Bauch gestopft. Wegen des enorm hohen Stoffwechsels sind die 4 Arme und der Schwanz, nebst dem langen Hals mit dem Fünfach-Maul, stets in Bewegung, um alles Essbare aus der näheren Umgebung einzusacken. In bergigem Gelände sind die Saugnapftentakeln am Ende des ersten Beinpaares (gleich unterhalb des zweiten Armpaares) genauso nützlich, wie auf den glitschigen Felsen von Uferregionen. Ansonsten dienen eher die 5 weiteren Beinpaare für eine schnelle Fortbewegung. Das Krabelluder geht beim Verwüsten von Planeten äusserst effizient vor, indem es auf Paarung und ähnlichen Schnick-Schnack verzichtet und sich statt dessen selber klont - in Form von Mini-Duplikaten, die - in eine Kalkhülle verpackt, die auch als Ei bezeichnet werden könnte - aus der Bauchhöhle ausgestossen werden und sich dann, abhängig von der Eiweiss- und Protein-Zufuhr, rasant fortentwickeln. Die Selbstkopier-Rate hängt von der zur Verfügung stehenden Nahrungsmenge ab, das ist auch schon die einzige Begrenzung. In der Regel ist ein befallener Planet binnen weniger Monate vollständig überbevölkert und kahlgefressen. Daraufhin beginnen die Krabelluder sich gegenseitig zu futtern, und zwar nach dem Knock-Out-Prinzip, wobei von der DNS akribisch vermerkt wird, welche Gene dem Sieger gehörten, so dass diese bei späteren Reproduktionen bevorzugt werden - was natürlich zu einer stetigen Verbesserung durch Auslese führt. Da das Auffressen der eigenen Art zum Kollektiv-Lebensstil dieses Wesens - das eigentlich ein einziges ist, das sich aufspalten kann - gehört, versteckt sich da keiner, die kommen alle brav zusammen und fressen sich auf, bis nur noch eines übrig ist, sozusagen der neue Super-Eigen-Klon. Damit wird das gesamte Erbgut - durchgefiltert und nach neuesten Ergebnissen umsortiert - wieder in einem Einzelwesen zusammengefasst (leicht zu transportieren). Dann geht es weiter zum nächsten Planeten ... falls möglich. Ansonsten verfällt das Krabelluder in eine Winterschlaf-ähnliche Starre, mit maximal herabgesetzten Vitalfunktionen, was es ihm ermöglicht bis zu 500 Jahre auszuharren. In der Regel kommt aber vorher eine ahnungslose Raumexpedition vorbei, die dann die Weiterreise ermöglicht. Gerüchten zufolge wurde das Krabelluder vor Urzeiten von einer kriegführenden Rasse entwickelt, die mittlerweile aber ausgestorben ist, angeblich wegen eines Lecks in den Sicherheitseinrichtungen des Zuchtlabors ... mehr ist eigentlich darüber nicht bekannt, und selbst das sind unbestätigte Informationen, zumeist aus mit Blut auf Felsen gekritzelten Botschaften dahinscheidender Augenzeugen zusammengestöpselt ...
Nochmal zusammengefasst die wichtigsten Features:
Extra-large Happa-Rutsche, massenweise abhauen-is-nich-Haltekrampen (auch Zähne genannt) sowie eine Anti-Verehrer-Halskrampe (stop-here-Krause) und 5 Mampf-Lappen-Kontroller (knochenharte Gelenkwürste zum Auf- und Zuklappen des Fressballons).
07.06.2006 22:55
Das Krabbelludervon
Erik-Kinting
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