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ForumEpik & Dramatikaus „Zwiegespräche mit einem Animus“

aus „Zwiegespräche mit einem Animus“ (geschlossen)


08.09.2011 06:31

Mittwoch, 7. September 2011
Mein lieber Animus, jetzt habe ich in dieses Augenschmaus Panorama mein Gedicht "Höllenpakt" mit einer ganzheitlichen Betrachtung und Kritik an Goethes Faust eingestellt.
Auslöser war eine GFX Animation von einem Künstler im Augensound mit Namen Mops des Titels: „Gnosis“. Ich habe dieses Bild zweimal kommentiert wie folgt:

Erstens:
„Auch
in der schönsten Verkleidung
bleibt das Böse nie banal.
Sehr interessante Studie und Darstellung zur Gnosis. Großes Thema….“

Und zweitens:
„Die Animation
hat visionären Charakter.
Der Weg zum Licht führt durch eine wie imaginäre Scheibe.
Hier wird die Spreu vom Weizen getrennt, das ist eindeutig.
Schwach erkennbar, welche, die es geschafft haben, rein (bewusst doppeldeutiges Wort) ins Licht zu kommen.
Rundgewölbte Arkaden verweisen nach oben.
Wie magisch getarnt der gehörnte Tänzer des Dunkels. (erinnert an die Mephistodarstellung mit Gründgens im Faust = Metapher einer sinnlichen Herausforderung im Sinne von Verführung zur dunklen Seite)
Auf der anderen Seite zum Licht verwoben ein stilisierter Engel. (wundervolle Engel - Darstellung! völlig andere Kraft - Dimension)
Der "Ursprung" fällt diagonal von oben als Lichtstrahl und Kraft….“
Soweit die beiden Kommentare.

Im zweiten Kommentar scheint mir das Wort „rein“ eine zentrale Bedeutung zu haben.
Mein lieber Animus, die Frage, die sich stellt, heißt doch, „was oder wie ist, bleibt oder wird etwas rein?“
Also in dem Bild „Gnosis“ - von dem Künstler Mops – klingt eindeutig die Purgatorium – Vorstellung an. Am Ende des Fegefeuers darf durch das weiße Tor geschritten werden.
Diese gehört in den jenseitigen Vorstellungsbereich.

Im Diesseitigen, also in unserer gerühmten realen Welt, hat das Reine jedoch sozusagen im Vorfeld des Kommenden – aber vor allem hinsichtlich einer ganz bestimmten Lebensqualität - eine immense Bedeutung.
Subversive Mechanismen können danach greifen, ohne dass es zunächst bemerkt wird. Oft jedenfalls.
Einfaches Beispiel: Wenn ich morgens, nach meinen zwei obligatorischen Tassen Kaffee, vergesse ein Glas Wasser zu trinken, bin ich wesentlich unklarer in meinen Gedanken, unfrischer und anfälliger für ungewollt Queres, für Subversives, anfälliger für Gedankenrichtungen, die ich an sich nicht will und auch gar nicht brauchen kann. Wenn ich mich aber an meine innere Direktive halte, brav mein Glas Wasser trinke, weil ich weiß, dass genau das mir gut tut, funktioniert mein Geist wesentlich klarer, erkennt besagte destruktive Tendenzen von außen und bleibt somit und zudem ungefährdeter.
Dann kann ich auch ausdrücken, warum eine isolierte Vampir – Darstellung ohne weiteren Kontext egal welcher Couleur und Perfektion mich innerlich verletzt. Es kommt daher, weil diese Darstellung wie ein Aufruf, wie eine Huldigung an eine blutrünstige, nicht abgemahnte Richtung winkt und wirkt.

Es ist eine Art Horrorszenario pur. Ohne weiteren Kontext wird unterschwellig trainiert, Rohes auszuhalten, es entsteht somit eine Konditionierung des Aushaltens von Horror.
Ich assoziiere sofort die dazu gehörigen Grausamkeiten unter anderem: Misshandlungen. Krieg. Vergewaltigungen. Horror.
Und darauf, Blutrünstigkeiten aushalten zu können, will ich mich nun mal nicht trainieren lassen. Es gibt da eine feine, aber gravierende Linie. Sie wird sehr oft verwischt. Vielleicht eher unbewusst. Sie muss aber bewusst sein, oder wieder werden, weil es etwas mit der Verantwortung zu tun hat, die mit dem verknüpft ist, was wir mit unseren „Werken“ auslösen.
Wie gesagt, ich lehne es ab, mich in Bezug auf jedwede Art von Horror konditionieren zu lassen.
Insofern bleibt das Böse auch in der schönsten Verkleidung eben nicht banal.
Dies wurde schon in einem Briefwechsel zwischen Lavater und Goethe thematisiert.
Daraus stammt dann auch die Genitivmetapher von der „Banalität des Bösen“.

Lieber Animus, ganz anders die implizierte Fragestellung in dem Bild mit dem Titel „Gnosis“.
Schon die Übersetzung oder Bedeutung des Titels führt zu Gedankengängen, die durch die Darstellung Verknüpfungen erfahren und von daher keine Schamgrenze verletzen, oder Konditionierungen in, ich vermute mal für die meisten Menschen doch unerwünschter Form ergeben.
Ein Indikator für inhaltlichen Wert oder Unwert sind für mich immer wieder Kinder.
Kinder haben zunächst völlig unverstellte Sensoren und können zwar in den Märchen das Böse, also die böse Hexe, die böse Stiefmutter/Stiefschwester usw. sehen und erkennen, sie können auch damit innerlich umgehen, weil der Handlungsbogen Zu- und Verweisungen und Lösungen enthält, also einen Kontext hat.
Aber Kinder können Bilder ohne Kontext, die Diabolisches oder Horror enthalten, überhaupt nicht aushalten. Sie schauen drüber weg.
Interessant in diesem Zusammenhang da Vincis Mona Lisa. Es hat auch eine diabolische Ebene. Kinder bis zu einem Alter von etwa 11 Jahren werden dieses Bild aus genau diesem Grund nicht mögen. Sie lassen es einfach beiseite.
Ohne Kontext verletzt dieses Bild das Reine der Seele.
Nun muss man bei der Mona Lisa natürlich jede Menge anderer Ebenen ins Kalkül ziehen. Das geht aber erst mit Verknüpfungen, die bei einem Menschen nach dem elften Lebensjahr zustande gekommen sind. Insofern hat das Bild dann auch einen Kontext. Genial von da Vinci als Botschaften hineingefügt. Das Bild hat mehrschichtige Dimensionen und Auren.
Ich vermute, dass eine künstlerische Auseinandersetzung mit einer GFX – Animation zu einem großen Thema von daher auch zunächst eher Ratio als Seele anspricht. Die Frage der Verinnerlichung von Botschaften in die Seelenräume liegt dann in der Kontemplationsfähigkeit des Einzelnen. Insofern braucht Betrachtung eben Zeit.
kitkat
09.09.2011 17:02

Hut
ziehen und gleich durch's weiße Tor,fertig!Großartig

05.10.2011 09:37

Danke Jutta,
kurz und prägnant und erkannt - dieser Kommentar.

Liebe Grüße von Dorothea

05.10.2011 18:08

Zwei
Hüte ziehen und demütig ins Reine kehren. Sehr komplex
auf den Punkt gebracht. Ich bewundere Deine Analysen, zieh diese an mich und wünschte neidlos ich könnte mich auch so äußern! LG Anton

24.10.2011 13:17

So sehr komplex isses gar nicht,
ich danke dem Meister Anton sehr für diesen Eintrag.

Liebe Grüße von Dorothea

24.10.2011 17:05

-
dann nenn ich Deine Abhandlung meisterhaft subjektiv umfassend analysiert.

Zu dem Bild Gnosis:

Die Auseinandersetzung mit Gut und Böse ist ein Uralt-Thema der Menschheit und unterlag immer verschiedener zeitgenössischer Betrachtungsweisen auf unterschiedlicher gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Ebenen.

„ Aristoteles ist der Auffassung, dass auch die Kunst hierzu einen wichtigen Beitrag leisten kann. Er weist der Tragödie die Aufgabe zu, beim Zuschauer Mitleid und Furcht zu erregen und bewirkt dadurch eine mit Lust verbundene „Reinigung“. Dies gilt wohl auch für die bildenden Künste“. (Aristoteles)

„In den Ideen, die ich als Projektor des Willens verstehe, zeigt sich deutlicher als in den Einzeldingen die Wahrheit über die Welt. Es ist die Aufgabe der Kunst, diese Wahrheit wiederzugeben und mitzuteilen. Alles, was irgend eines Menschen Herz bewegt, und motiviert, was irgendwo in einer Menschenbrust wohnt und brütet, - ist sein Thema und sein Stoff. Weil seine einzige Aufgabe die Darstellung der Wahrheit (über die Menschheit und die gesamte Natur) ist, darf auch niemand dem Künstler „ vorschreiben, das er edel und erhaben, moralisch, fromm, christlich, oder Dies oder Das sein soll, noch weniger ihm vorwerfen, dass er Dies und nicht Jenes sei. Er ist der Spiegel der Menschheit, und bringt ihr was sie fühlt und treibt zum Bewusstsein“. (A. Schopenhauer).
Allgemeine Prinzipien des Guten (Schönen) taugen nur etwas, wenn sie als Mittel seelenvoller Manifestationen Verwendung finden. Dazu bedarf es aber einer gelegentlichen Durchbrechung des Prinzips. Nur indem ihr etwas entgegengesetzt wird, kann das Gute (Schönheit) bewahrt werden, (Dualität). So erweist sich paradoxerweise der Widerspruch, der aller Hässlichkeit zugrunde liegt so wie die Einheit des Guten (Schönheit), empirisch als integraler Bestandteil des Guten (Schönen). Auch wenn so die Kunst aus verschiedenen Gründen nicht auf die Einbindung des an und für sich Bösen (Hässlichen) verzichten kann, darf doch auch das Böse ( Hässliche) seinerseits niemals ihr alleiniger Gegenstand sein.“ (Karl Rosenkranz).

Das Bild Gnosis von „Mops“ weist meiner Meinung nach sehr deutlich auf die von Schopenhauer und Rosenkranz ( im Fragment angeführte) Philosophien hin. Herr „Mops“ hat hier sehr deutlich eine Balanz von Gut und Böse veranschaulicht und somit auch das Vergängliche all unser Bemühungen in dieser Balanz zwischen Gut und Böse zu leben.

Tägliche Berichte über Mord, Totschlag, Katastrophen sollte man mahnend wahrnehmen. aber nicht verinnerlichen. Würde man das tun würde wohl die Menschheit im Chaos enden.

Liebe Grüße Anton
kitkat
24.10.2011 17:43

Vor Euch beiden
ziehe ich wirklich sehr gerne
alle Hüte die ich habe
und es sind nicht wenige.
Wünsche mir das besonders der dritte Absatz von Antons
Worte von Schopenhauer
alle hier im Forum lesen
und, das sich einige Künstler diesen Hut mal aufsetzen.
Manchmal erfüllen sich Wünsche.

Liebe begeisterte Grüße Jutta
Mops
24.10.2011 22:06

Hallo und..
guten abend ich ziehe meinen hut wie es hier gelingt die dinge die nicht sind( oder doch) in
Worte zu kleiden.Respekt euch.Ich glaube erst wenn die Schleier des verzerten Menschen egos gelüftet sind kann mann die Wirklichkeit in ihrer ganzen Pracht begreifen.der Mensch sollte sich entlich selbst begreifen (ohne Religiösen unsinn) die Natur ist gott.Es giebt kein gut und böse nur die Natur die mann nicht verstehen will.Ich hasse gewalt Krieg zerstörung bin Ehrenamtlich tätig gegen Formen dieser Energie.Freud hatte Recht der Mensch hat nur eine Chance seine Natur zu verstehn lehrnen damit umzugehen das ist die Gnosis..des seins
doch die Dummheit ist die Gier nach Macht Reichtum usw.Krieg und viele Tote in 2011...mhh
Am Ende des Fegefeuers darf durch das weiße Tor geschritten werden.
Ich bin voller hoffnung für die reinheit des seins,in unserer Natur wir haben das potenzial
zum wohle der Art und Arten .....
De Prufundis ad Lucem.........Mops

27.10.2011 07:52

Danke Herr Mops für diesen Eintrag.
Liebe Grüße von Dorothea

27.10.2011 08:04

Lieber Meister Anon,
das persönliche Resümee des Künstlers cruzer im letzten Eintrag toppt in meinen Augen unbedingt die Ansichten der aufgeführten Herren Schopenhauer und Rosenkranz.

Der Aristoteleseinschub ist hervorragend Thema - immanent. Zudem zeigt er ergänzend den Wert der „Reinigung“, wie in meinen Katharsisbeiträgen auch schon ausgeführt. Toll ausgegraben von Dir, Anton.
Dazu dann konträr die Herren Rosenkranz und Schopenhauer.
Da Herr Rosenkranz die Idee hat, das Schöne mit dem Guten und das Hässliche mit dem Bösen zu assoziieren, möchte ich hier nur kommentieren, dass der üble Götze Mammon sich sehr häufig sehr schön präsentiert.

Arthur Schopenhauer ist in meinen Augen eine eher tragische Figur. Er hat das Stigma seiner frühen Jahre nie ablegen können. Hinzu kam die Tragödie mit dem kaschierten Unfall seines Vaters. Diese prägende Erfahrung hat sich in seinem Frauen- und letztlich Menschenbild ausgewirkt und letztlich auch die Zerwürfnisse mit seiner Mutter bedingt, der er unbewusst die Schuld zugewiesen haben muss.
Dazu kam aus meiner Sicht, dass die Ehe seiner Eltern unglücklich war. Dass dies dem 18jährigem Altersunterschied zugeordnet wird, ist zwar nahe liegend, trifft aber mit Sicherheit nicht zu. Es lag vielmehr an der unterschiedlichen seelisch – geistigen Einstellung des Paares. Der Vater, ein monetär vermögender, aber penibler Kleingeist, die Mutter – eine weltoffene, nach geistiger Nahrung und Freiheit sehnsüchtige Frau, die sogar postehelich einen literarischen Salon führte. Für die damalige Zeit - wie man heute sagen würde - ein Event. Und, signifikant.
Das Stigma innerer Zerrissenheit – vermutlich u. a. ein Relikt aus einer extrem großen Autoritätshaltung des Vaters, hat Schopenhauer bindungsunfähig und leider auch Frauen verachtend gemacht.
Nur darum konnte es letztlich auch zu keiner echten Freundschaft mit Goethe, oder anderen Menschen kommen.
Wiederum hat es Schopenhauer auch eine Menschen verachtende Grundhaltung gebracht, was sich beispielsweise in der Negierung zu Heidegger gezeigt hat.
Mit all seiner Kraft – und er war durchaus begabt – hat er versucht zu beweisen, dass seine Theorieentwicklungen das Nonplusultra sind. Jedoch hat er halt leider buchstäblich des Pudels Kern verkannt.
Wilhelm Busch hat eine hinreißende Zeichnung des einsamen Spaziergängers Arthur Schopenhauer angefertigt, mit dem obligatorischen Pudel – seinem einzigen Gefährten - an seiner Seite.
Dass Arthur Schopenhauer den Willen quasi als übergeordnete Instanz - und als Projektor auf die Welt postuliert hat, ist für mich ein eindeutiger Ansatzfehler.
Zwar ist der Wille schon eine große Kraft, aber es gibt nun mal größere.
Platon hat unter anderem in seinem Werk Politeia in dem Liniengleichnis den reinen Logos beschrieben.
Zitat: dieser „… erfasst aufsteigend das höchste Prinzip, das Unbedingte, und steigt dann ohne die Hilfe sinnlicher Anschauung stufenweise von Ideen zu Ideen herab (vgl. Ideenlehre). Die von allen sinnlichen Abbildern losgelöste Dialektik steigt zu dem absoluten Einen empor und ist dadurch wieder fähig, alles übrige aus ihm abgeleitet zu begreifen.“
Das „absolut Eine(n)“, das „höchste Prinzip“ war Schopenhauer wohl nicht begreiflich und so konnte er das auch nicht annehmen.
Insofern können dann auch fast alle logischen Folgerungen seiner Theorien nicht mehr ganzheitlich stimmen.

Immerhin hat er uns viele Zitate und Aphorismen hinterlassen, wobei ich folgenden zwar witzig aber auch extrem traurig finde:
„Der einzige Mann, der wirklich nicht ohne Frauen leben kann, ist der Frauenarzt.“
Eine umgekehrte, männerfeindliche Aussage dieser Art wäre genauso traurig, wobei diese Ärztin dann Urologin hieße.
Zum Schluss noch zwei Zitate von Schopenhauer, wobei das erste Blödsinn und traurig ist, aber das zweite Spitze, weil es nachdenklich machen kann.
- „All unser Übel kommt daher, dass wir nicht allein sein können.“ – dies kann nur ein jemand sagen, der nie den Genuss einer stimmigen dualen, oder auch größeren (die erste ist immer die Herkunftsfamilie) Gemeinschaft verinnerlichen konnte und: der das wahre Wesen des Übels falsch projektiert hat.
Und:
- „Bescheidenheit bei mittelmäßigen Fähigkeiten ist bloße Ehrlichkeit; bei großen Talenten ist sie Heuchelei.“ – lustig, aber halt auch eine Semiwahrheit, denn Bescheidenheit ist doch immer eine Zier, oder?

27.10.2011 16:19

Ich schließe mich Deinen Ausführungen an.
Ich schließe mich Deinen Ausführungen über Schopenhauer voll und ganz an und obwohl er, wie beschrieben, sehr viel unter seiner eigenen Person zu leiden hatte (meine persönliche Nachschau) bewirkte er und tut es noch immer doch einiges. Vielleicht auch dadurch weil seine Defizite (aus heutiger Sicht betrachtet) seine „Lehren“ um so größer wurden!? Nun auch Beethoven hat ja bekanntlich seine letzte Sinfonie fast taub komponiert.
Fakt ist das Schopenhauer und alle vor ihm und nach ihm der Kunst einen großen Dienst erwiesen haben, oder anders gesagt zum Allgemeinverständnis über Kunst viel beigetragen haben.
Leider werden diese „Lehren“ in unseren Schulen nicht und oder nur mangelhaft weiter vermittelt, oder auch nur speziell Interessierten
Ist es nicht ein unglaubliches Gefühl der Bereicherung auf das Wissen von Größen wie den Philosophen der Antike bis hin zur Gegenwart zugreifen zu können und daraus seine eigene
Schlüsse ziehen zu können?!
Mittlerweile ist ja wohl anzunehmen dass in den meisten Köpfen unserer Mitmenschen das Denken für sich -entdeckt- worden ist. Ich sehe diese Errungenschaft des Homo sapiens sehr positiv zumal eben dieses Denken vereinzelt zu manch Philosophien führt. Manchmal bewusst und manchmal eben nicht und manchmal groß und manchmal klein. Wichtig wäre für uns alle diesen neuzeitlichen Sophisten kein Gehör zu schenken die nur eigene ökonomische Interessen verfolgen und einen politischen Willen vertreten. Schon Platon und Sokrates agierten gegen diese Sophisten.
Alle in meinem Beitrag angeführten Philosophen, und sicher noch weitere, äußerten sich über das „Schöne“ was auch dem Guten gleichgesetzt wird. Es gibt darüber viele Bücher von sehr gescheiten Menschen. Viele der Philosophen werten die Schönheit als göttliches Prinzip womit sie wohl recht haben. Als Atheist finde ich Schönheit (das Gute) in Allem. Diese zeigt sich mir, wie schon im ersten Beitrag erwähnt, in der Dualität.
Schau in Kinderaugen und in die Augen eines greisen Menschen und du findest Antworten.

Schiller meint:“ Rein und unverfälscht erscheint die Wahrheit nur in der Kunst, so dass die Ästhetik getrost von der Natur absehen und sich ausschließlich als Philosophie „der schönen Kunst“ verstehen kann. Denn nur um die Wahrheit geht es, und sie darzustellen ist dann auch der einzige Zweck der Kunst.

Liebe Grüße, Anton

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