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ForumLyrik"leerer Dunst"

"leerer Dunst"


08.12.2011 16:33

Die Kleinlichkeit ist ganz schön eng,
sie sieht so vieles furchtbar streng
und geht dann gerne Hand in Hand
zur Krämerei mit Rand und Band,
wo sie als leerer Dunst laut tönt
und lieblos sich nur selbst verwöhnt.

Pedanten hatten´s immer schwer,
Gewehr bei Fuß, Gewehr vorm Korn,
so stehn sie leider oftmals vorn
zu sagen, schaut mal aller her,
weg soll die Flöte von dem Bär,
darauf besteht die enge Sicht,
die Flöten bräuchten Bären nicht, -
und Wolkenfetzen den Mond verhängen,
verdrängen das Licht,
die finsteren Rechtecke bedrängen,
sie dienen dem Menschen nicht,
wirklich zerbricht die Fassade,
Instetten sich selber zerstört,
ab fließt all die falsche Pomade,
die selbst sich so kleinlich betört.

Es schmeckt der Honig jedem Bär
die schrägen Formen leuchten mehr
ins Auge. Die Kontrapunkte steigen auf
wie Lichtpunkte im Lebenslauf,
die Dollars sind nicht die Gewähr,
es braucht die Flöten für den Bär
zum Tanzen.
Verwanzen
geht in keinem Meer,
auch keine Enge,
auch jeder Geiz wird leer im Meer,
ein Meer ist ohne Strenge,
voll Breite und voll Länge
und singen die Wellen ihr Lied
und keiner, der je sich dran rieb
und einen Dieb vertreiben Flöten,
vonnöten bleibt die Ehr
und Flöten für den Bär.

DH Sonntag, 14. Dezember 2008
kitkat
09.12.2011 10:04

Das hast Du
sehr gut beschrieben und ausgeführt und liest sich auch als 2. Frühstückslektüre gut, also danach natürlich. Meiner Meinung trifft das auf alle zu, ähnlich wie mit dem Bluna- sein, der eine mehr - der andere weniger, aber anziehen muss sich wohl jeder dieser Schuh, wie gesagt, mehr oder weniger. Ehrlichkeit ist zwar angesagt, wird aber nirgenda so wirklich echt durch gezogen, und dazu gehört nicht das allgemeine Blöken der Schafe, wehe der Hund ist weg, nein, wahrlich nicht!

DDanke Dir für diese sehr aufschlussreiche Zeilen, hoffe sie werden vielzahlig gelesen, und,was wichtig ist, verstanden. L.G. Jutta

09.12.2011 10:26

...hola Jutta,
aren´t you amused?
Was für ein Kommentar.
Danke
und liebe Grüße von Dorothea

10.12.2011 13:18

Das wird immer ein Thema sein,
so lange es Menschen gibt. Du hast es wunderbar auf den Punkt gebracht und mir gefällt vor allem als imperativer Fazit der letzte Satz, der für mich mit einem imaginärem Ausrufezeichen endet.

10.12.2011 16:01

...den angedeuteten Imperativ subherb erkannt
und auch benannt, liebe Petra,
da danke ich Dir für Deinen Eintrag und diese Besprechung.

Liebe Grüße von Dorothea

 


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