| Wenn Jemand Stirbt. |
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04.09.2008 03:06 |
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Der Herbst
Blätter am Baum? Kaum. |
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talmi 04.09.2008 15:28 |
mh...
wo licht auch schatten wo schatten auch leben wo leben auch licht..
... yin und yang. ohne das eine - nicht das andere ... der Traum ist grau geworden.. die graue Staubschicht auf den Dingen ist sein bestes teil (...) jetzt greift die Hand es noch einmal im Traum und tastet vertraute Konturen zum Abschied ab... sie fasst es an der abgegriffensten Stelle. |
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04.09.2008 20:20 |
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wenn jemand geht -
bleibt derjenige so lange am leben, bis die Gedanken an ihn verschwunden. |
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05.09.2008 14:23 |
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Andreas Gryphius - Es ist alles Eitel
Du sihst, wohin du sihst nur Eitelkeit auff Erden. Was diser heute baut, reist jener morgen ein: Wo itzund Städte stehn, wird eine Wisen seyn Auff der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden: Was itzund prächtig blüht, sol bald zutretten werden. Was itzt so pocht und trotzt ist morgen Asch und Bein Nichts ist, das ewig sey, kein Ertz, kein Marmorstein. Itzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden. Der hohen Thaten Ruhm muß wie ein Traum vergehn. Soll denn das Spil der Zeit, der leichte Mensch bestehn? Ach! was ist alles diß, was wir für köstlich achten, Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind; Als eine Wisen-blum, die man nicht wider find't. Noch wil, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten! (Nur für den Fall, dass es jemand nicht weiß: Eitel heißt in diesem Falle vergänglich und die Rechtschreibung orientiert sich an der originalen Gryphius-Version) |
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07.09.2008 10:55 |
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....und doch ist Einer,welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält!
RILKE |
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12.05.2009 16:43 |
time to go
Es ist so mit der Zeit, wenn Jahr an Jahr ist angereiht, von deinem Leben nichts mehr bleibt.
Tausend Geiste, Freude und Gedanken dich verlassen und alle starben die dich hassen. Keiner da für guten Streit, sie wurden längst dem Tod geweiht. Niemand mit dem du dich kannst messen, die Zeit der Kriege hat sie längst zerfressen. Jeder der sich dir stellte bekam zuerst die grobe Schelte. Zu zeigen wer der Größte ist, doch gedanklich war das eine List. Denn du warst schon weiter und empfandst sein baldig End nur heiter. Dein Schwert hältst du noch in der Hand, gestritten für Ehr und Vaterland. Doch aller Zorn ist mal zu Ende und kein Freund reicht dir die Hände. Wenn ich einst geh von dieser Welt, kein Hund nach mir bellt, und so folge ich all denen welche sich nicht nach Leben sehnen. Ich kann es fast nicht fassen wie viele Menschen mich doch hassen. Nicht zu begreifen wie gierig sie nach meinen Leben greifen. Alles was einst mir gehört wurde nun zerstört. Alles was mir Freude macht haben sie kaputt gemacht. Es ist nicht zu verstehen mit welcher Freundlichkeit sie dennoch mir in die Augen sehen. Sich nicht trauen mir zu sagen wie gerne sie mich doch verraten, Den großen Verlierer, welcher keiner mag, weil er euch die Wahrheit sagt. Verkaufen, verleugnen und verjagen, all das kann ich gut ertragen. Doch so Freunde wissen nicht, viel Feind, viel Ehr ,mehr brauch ich nicht. Georg Gensler |
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12.05.2009 22:21 |
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Nacht.
Dunkelheit umhüllt das fallende blatt. |
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15.08.2009 11:33 |
Schöne Jugend
Der Mund eines Mädchens, das lange im Schilf gelegen hatte
sah so angeknabbert aus. Als man die Brust aufbrach war die Speiseröhre so löcherig. Schließlich, in einer Laube unter dem Zwerchfell fand man ein Nest von jungen Ratten. Ein kleines Schwesterchen lag tot. Die anderen lebten von Leber und Niere, tranken das kalte Blut und hatten hier eine schöne Jugend verlebt. Und schön und schnell kam auch ihr Tod: Man warf sie allesamt ins Wasser. Ach, wie die kleinen Schnauzen quietschen! Gottfried Benn hat oft Gedichte geschrieben, die schwer auf dem Magen liegen können. Aber verdeutlichen immer wieder eine Wirklichkeit, die existiert, aber wir in der Regel nicht komplett mitbekommen. |















