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ForumDies und DasDas Leid der Tiere - ein Bilderbuch?

Das Leid der Tiere - ein Bilderbuch?


05.11.2008 08:46

Auslöser für meine Gedanken sind Kommentare zu meinem Eisbärbild, das aus dem Tierpark Hellabrunn stammt.

Es gibt so viel Leid bei Tieren, im Großen wie im Kleinen: Tiertransporte quer durch Europa, Käfighaltung von Hühnern, Tiermast, Quälereien beim Stierkampf, nicht immer artgerechte Haltung in Zoos, Tiere im Wanderzirkus, mit Süßigkeiten vollgestopfte Schoßhündchen, lieblose bis brutale Behandlung von sog. Nutztieren, Brutalität beim Polosport, usw. usf.

Vorschlag: Tragen wir Bilder (Fotos, Zeichnungen, Gemälde) zusammen, die wir zunächst hier präsentieren und dann, wenn genügend Material zusammengekommen ist, in einem "Bilderbuch" zusammenfassen. Wenn sich kein Verlag finden sollte, dann vielleicht als Fotobuch bei CEWE oder anderswo?

So wie die Menschenrechte oft mit Füßen getreten werden, so ist es auch mit Tierrechten, und noch viel schlimmer.

Was meint ihr dazu?

05.11.2008 11:06

ich sollte wohl noch ergänzen:
es geht mir nicht um brutale Bilder, die gibt es zu Hauf, und ich mag sie nicht, kann sie oft kaum ansehen.

Die leiidende Kreatur kann man auch anders darstellen, etwa durch Gegenüberstellung eines Originals aus dem Zoo und dann des bearbeiteten Bildes, das (z.B.) den Eisbär in einer schööööööööönen Arktisumgebung zeigt (ich hatte leider kein eigenes Arktisbild zur Verfügung ;-)
PapaFly
05.11.2008 21:21

-
Servus thello...eins im vorab: du weisst ich mag deine bilder, bei dem eisbären geht's mr nicht um das bild sonder um die situation des tieres im zoo.

Mir kommt's spanisch vor, dass wir weit mehr als 100 bilder von zootieren haben, und überhaupt keine einzige kritische diskussion darüber. Diese tiere sind gefangene, viele von ihnen leiden. Schau dir nur an, wie ein gorilla-silberrücken die horden besucher anschaut, die ihn anstieren (direktes ansschauen werten silberrücken als angriffsgeste), vielleicht noch an die scheibe klopfen.

In keinem der zoobilder ist das leiden zum gegenstand gemacht worden, es geht immer um die schönheit/putzigkeit/witzigkeit der kreatur.

Keiner von uns ist heilig, aber hier geht es um konkretes, akutes leid, dass offensichtlich vollkommen übersehen wird, ganz so als würde man unschuldig hinter gitter sitzende ihrer ästhetik wegen fotografieren, ohne jede reflexion.

Es ist bezeichnend, dass nach 3 jahren augensound und mehr als 100 bildern von knasttieren jack und ich das thema leicht anschneiden (siehe eisbär), um sofort als "meckerfritzen" verunglimpft zu werden. Verkehrte welt.

Dein projekt klingt interessant, kann ich mir als einmannprojekt besser vorstellen. Aus einem einfachen grund: viele köche verderben den brei, sprich viele unterschiedliche kunstrichtungen/stile/sichtweisen können die message verwischen, der zugang des lesers wird erschwert. Ein autor, eine message, ein stil - das kann sehr stark werden. Leg einfach los, wir haben hier eh akuten mangel an konzeptionellen arbeiten.

06.11.2008 09:30

Servus PapaFly
danke für deine ausführliche Antwort, ich freue mich drüber. Nein, mit meinem Eisbären habe ich kein Problem (meinen allerersten Kommentar dort habe ich flapsig gemeint, es wäre wohl besser gewesen, ich hätte ihn nicht geschrieben - aber dann wäre die Diskussion evtl. nicht in Gang gekommen)

Nicht nur Zootiere leiden, wenn auch nicht alle und nicht alle im gleichen Ausmaß, das Leiden der Tiere "is always and everywhere". Und es gibt weitaus schlimmere Situationen als sie in gut geführten Zoos vorkommen, s.o.

Nein, an ein Einmannprojekt habe ich nicht gedacht, das wäre mir zu einseitig. Was mich gereizt hätte, ist gerade die Unterschiedlichkeit: nicht nur der Auffassung und des Blickwinkels, sondern auch der gestalterischen Umsetzung. Ich dachte mir, daß gerade augensound-user manches Bild "im Schachterl" haben könnten, das sich für so ein "Projekt" eignen würde. Man könnte auch überlegen, ob nicht bei augensound ein spezieller Themenbereich eingerichtet werden könnte, wo dann die entsprechenden Bilder gepostet werden.

Man muß halt zusammen darüber nachdenken. Und kann ggf. zur Auffassung kommen, das Ganze bleiben zu lassen.

Übrigens: Ich habe es nicht so empfunden, daß du verunglimpft worden wärest. In Foren ist das halt nicht immer einfach, man tippt schnell mal was, aus einer momentanen Stimmung heraus, aber mein Gegenüber ist beim Lesen in einer ganz anderen Stimmung, und leicht kommt es zu einer Fehl-Kommunikation. Ich fasse mich an der eigenen Nase, hatte ich doch geschrieben "is ja gut, is ja gut ..." Im Moment des Tippens habe ich das als einigermaßen lustig empfunden, kann aber verstehen, wenn das nicht ganz so gut rüber gekommen ist.

 


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